Galerie creative mind. im Westemd


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Gabriele Schnitzenbaumer

Archiv

Gabriele Schnitzenbaumer

Geboren am 15.09.1938,
kam ich gerade zur rechten Zeit auf die Welt, um
trotz allem glückliche Kindheit zusammen mit meinem Bruder Jürgen (geb. 1940) im 2. Welt-
krieg zu verbringen.

Es bleibt die Erinnerung an die verzweifelt sorgende Mutter, an einen "an der Front" abwesenden Vater. An Stunden in Luftschutzkellern, an Sirenengeheul, an viele verwegene Abenteuer in den Ruinen und auf dem Schwarzmarkt. Und an den Rausch des Kriegendes. An Orangen, Bananen, Schokoladen, die uns die Amerikaner von ihren Panzern herab zuwarfen.
Der Vater kam zurück aus der Gefangenschaft, das Streunerleben hatte ein Ende, unsere Erziehung begann. Zu spät. Die Schulen gingen spurlos an mir vorüber, gab ich doch nur gelegentlich ein Gastspiel. Auch die Augsburger Kunstschule sah mich nicht oft. So wurde ich für ein Jahr nach New York geschickt. Ein Jahr des Staunens und Lernens. Manhattan wurde zu meiner zweiten Heimat.
Daheim waren die Zeiten bürgerlicher, wohlhabender, langweiliger geworden.
Ich verliebte mich in Otto. Wir heirateten und trennten uns als Freunde, nachdem wir zwei prächtige Knaben bekommen hatte, Christian und Florian, deren Aufwachsen mich eine Zeit lang in Atem hielt.

Der Tag kam, ich war schon fast 40 Jahre alt, an dem ich begriff, dass ich nur eines will , kann und tun muss. Ich machte mich auf den Weg. Ich begann zu arbeiten. Begann, mein Leben mit meinen bis dahin wenig geschätzten Talenten zu verbringen, begann z u malen und zu modellieren.
Die erste Austellungen und Veröffentlichungen folgten bald. Durch die freudvolle Arbeit mit Studenten, die gemeinsamen Projekte mit Kollegen, die aufregenden Reisen wurde der Weg breiter, spannender. Dazu kam das Glück, an vielen Orten zu Hause sein zu dürfen.

Nun bin ich schon 70 Jahre unterwegs.

Wohin - wie lange noch - wer weiß.



Vorschau Herbst 2013

Zum 75 Geburtstag der Künstlerin eröffnen wir am 13. September die Ausstellung "von phantastischen Träumern..." mit
Bildern und Skulpturen - sowie handkolorierte Fotografien von Walter Schels.

Im November 2013 feiern wir die Künstlerin in Isny, Allgäu Schlossgalerie. Weitere Informationen über diese Ausstellung in Kürze.....







"Hund, Katz und Ratz" - "Gnome, Wichtel und Kobolde"

Bildergalerie


Gabriele Schnitzenbaumer

Bilder und Skulpturen Katalog 60 Euro




...mit meinen Skulpturen versuche ich eine Brücke zu bauen von der
Vergangenheit in die Zukunft.

Ich versuche Gefühle, Gedanken, Ideen, Nöte, Sehnsüchte und Lüste über diese Brücke zu führen.
Ein großer Teil meiner Arbeit hat mit Erinnerung zu tun. Da entdecke ich meine Mütter und Großmütter aus den Ruinen dreier Kriege, zusammensuchende, wiederaufbauende Frauen. Ferne Väter, als Helden gegangen, als Krüppel wiedergekehrt. Meine Großmütter und Mütter, Herrscherinnen in den Trümmern, Königinnen der Ruinen. An keinem noch brauchbaren Teil konnten sie vorbeigehen. Mit praktischer Phantasie haben sie dem Fetisch der Wiederverwendung gedient. Mit handfester Würde haben sie um die ausgescharrten, verkohlten Leichen die Fundstücke der Umgebung geordnet. Findlinge möglicher Identität. Ich war dabei, als Kind habe ich damals mitgetan und tue es heute noch, baue zusammen, erschaffe Personen, wie sie waren, wie sie sein könnten. So entstehen Engel, Wächter, Amazonen, Götter und Königinnen. Skulpturen zu Ehren meiner Trümmermütter, Ruinentanten, Krückenväter und Mumiengeschwister.
...mit meinen Skulpturen versuche ich eine Brücke zu bauen von der
Vergangenheit in die Zukunft.

Ich versuche Gefühle, Gedanken, Ideen, Nöte, Sehnsüchte und Lüste über diese Brücke zu führen.
Ein großer Teil meiner Arbeit hat mit Erinnerung zu tun. Da entdecke ich meine Mütter und Großmütter aus den Ruinen dreier Kriege, zusammensuchende, wiederaufbauende Frauen. Ferne Väter, als Helden gegangen, als Krüppel wiedergekehrt. Meine Großmütter und Mütter, Herrscherinnen in den Trümmern, Königinnen der Ruinen. An keinem noch brauchbaren Teil konnten sie vorbeigehen. Mit praktischer Phantasie haben sie dem Fetisch der Wiederverwendung gedient. Mit handfester Würde haben sie um die ausgescharrten, verkohlten Leichen die Fundstücke der Umgebung geordnet. Findlinge möglicher Identität. Ich war dabei, als Kind habe ich damals mitgetan und tue es heute noch, baue zusammen, erschaffe Personen, wie sie waren, wie sie sein könnten. So entstehen Engel, Wächter, Amazonen, Götter und Königinnen. Skulpturen zu Ehren meiner Trümmermütter, Ruinentanten, Krückenväter und Mumiengeschwister.

Dieses Wiederfinden treibt mich zum ewigen Weitergeben






Installation Lager Lechfeld



Pressetext zur Installation

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Die Galerie creative mind. bietet jederzeit
Bilder und Skulpturen der Künstlerin an.

Bei Interesse - Termin nach Absprache

0173 377 555 2


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